Sanierung der Bahnstromleitung Nürnberg – Ebensfeld (4)

Der neue Mast

Das Materiallager für den Umbau befindet sich auf dem Gelände eines ehemaligen Reitstalles neben der Schleuse Hausen am Rhein-Main-Donal-Kanal. Von dort aus werden die einzelnen Maststandorte versorgt. Handlich klein sind die neuen Masten bei der Anlieferung. Sie bestehen aus mehreren Bündeln L-Eisen und ein paar kleinen Holzkisten, in denen sich Schrauben, Muttern und andere Kleinteile befinden.

Liegend am Boden werden die neuen Masten in der Regel in zwei Teilen vormontiert. Ein dritter Teil wurde bereits vorher zusammengesetzt und in das Fundament eingegossen.

Für die Mastmontage wird ein Autokran mit mehrfach ausfahrbarem Ausleger in Position gebracht. Nach einigen Vorbereitungen – die Hauptarbeit hierbei ist die Entfernung des Erdseiles des bestehenden Mastes – hebt der Kran den Turm des neuen Masten und das obere Endstück mit den Auslegern in zwei Arbeitsschritten in Position. Vier Monteuere führen die Teile in die richtige Endlage und befestigen die Teile mit mehreren Schrauben.

–  Fortsetzung folgt  –

Weiterhin Stillstand in Wicklesgreuth

Obwohl inzwischen die Schlechtwetterperiode der Bauwirtschaft vorbei ist, erkennt man in Wicklesgreuth weiterhin keinerlei Bauaktivitäten für die Fertigstellung vom Bahnsteig am Gleis 4 sowie dem Barrierefreien Zugang zu diesem. Lediglich das Zelt, welches über der „Kläranlage“ aufgebaut war ist inzwischen wieder verschwunden.

Die Kläranlage in Wicklesgreuth wieder ohne Frostschutzzelt

Sanierung der Bahnstromleitung Nürnberg – Ebensfeld (3)

Das Fundament

Das Fundament ist einfacher aufgebaut, als gedacht. Das Einrammen von Stahlträgern zur Tiefengründung, wie z.B. bei Oberleitungsmasten üblich, findet nicht statt.

Zunächst wird das alte Fundament entfernt, wenn der neue Mast am selben Standort errichtet werden soll. Die Grube wird etwa 1 Meter tief ausgehoben und eine Stampfbetonschicht wird eingebaut. Nach einigen Tagen findet das Mastunterteil seinen Platz auf dem Stampfbeton. Nach Ausrichtung werden die Schalungen montiert und die Armiereisen eingebracht. Eine etwa 3 x 3 Meter große und 30 cm dicke Betonplatte wird gegossen. Nach deren Aushärtung werden um die Mastfüße etwa 1 Meter hohe Betonzylinder gegossen. Nach dem der Beton fest ist, erfolgt die Verfüllung der etwa einen dreiviertel Meter tiefen Grube oberhalb der Betonplatte und zwischen den Betonzylindern.

Der Mast steht quasi, eingegossen in eine Betonplatte und vier Betonzylinder auf dem Stampfbeton. Zur Veranschaulichung einige Aufnahmen.

–  Fortsetzung folgt  –

Bahnübergangsbeseitigung Petersaurach – Nord – Die Brücke steht

Inzwischen wurden bei der Straßenbrücke, die künftig die beiden Bahnübergänge im Norden von Petersaurach ersetzen wird, die Brückenträger eingehoben. Somit steht nun eine im Rohbau fertige Brücke. Die dämme die die Straße auf das Niveau der Brücke anheben sind, besonders der Nördliche, bereits erkennbar.

Stein, 26.3.2012

In Stein wurde in den vergangenen zwei Wochen eine Überdachung des Treppenaufgangs zum Bahnsteig am Gleis 5 errichtet. Direkt an dieses Dach schließt ein überdachter Wartebereich an. Am neuen Bahnsteig auf Gleis 5 hängt inzwischen auch schon die Beschilderung. Lediglich die noch fehlende Beleuchtung lässt derzeit am Bahnsteig selbst noch erkennen das dieser nicht in Betrieb ist. Die Stellwerkstechnisch Anbindung vom Gleis 5 mit seinen neuen Weichenverbindungen ist allerdings scheinbar noch nicht erfolgt. So fehlen auf Gleis 5 weiterhin die beiden neuen Ausfahrsignale und die Schienen von Gleis 5 sind auf der Seite Richtung Hbf nicht an die Weiche angebunden.

Bahnsteig am Gleis 5 in Stein, 26.3.2012

Erlangen Gbf – 24.03.2012

Zwischen dem Erlanger Gbf und Erlangen-Bruck ist der Brucker Radweg abgebrochen worden. Westlich der bestehenden Gleise muss Platz für ein weiteres Gleis geschaffen werden, welches als seitenrichtiges Überholgleis in Richtung Nürnberg dienen wird. Der Hang zum höher gelegenen Sportplatz wird mit einer Bohrpfahlwand abgefangen werden.

Danke an Sarina für die Bilder !

Sanierung der Bahnstromleitung Nürnberg – Ebensfeld (2)

Mast umsetzen

Nun kommt der erste interessante Schritt: Der Mast wird umgesetzt. Leider liegen mir keine Fotos von dieser Aktion vor. Prinzipiell geht das ganze vor sich wie folgt:

Ein Autokran wird in der Nähe des Mastes positioniert und nimmt diesen an den Haken. Nun folgt mit einem Trennschleifer die Trennung der vier Mastfüße knapp unterhalb der montierten L-Eisen, auf denen der Mast auf eine mit Schotter und Holzbohlen befestigte Unterlage gestellt wird. Die Ankerseile werden in den Ösen der vergrabenen Anker eingehängt und verspannt. Der Mast steht nun auf seinem provisorischen Platz.

Bei Abspannmasten – hier geht die Freileitung „um die Ecke“ – ist ein fünfter Anker vorhanden, der den Zug der Leiterseile ausgleicht. Hier einige Aufnahmen von den versetzten Masten 8101 (Tragmast) und 8105 (Abspannmast).

– Fortsetzung folgt –

Erlangen Gbf – 14.03.2012

Heute gab DB Netze bei einem Vororttermin den weiteren Bauablauf auch für Erlangen Gbf bekannt. Neben Arbeiten im Gleisbereich war vor Allem der Neubau der Brücke „Paul-Gossen-Straße“ ein Thema. Die nächsten Schritte sind:

  • Errichtung einer Stahl-Fachwerkbrücke als Behelfsbrücke etwa 10 Meter nördlich der jetzigen Straßenbrücke bis Mitte April 2012
  • Errichtung der Widerlager und der Mittelstütze für den nördlichen Brückenteil zwischen vorhandener Brücke und Behelfsbrücke bis Anfang August 2012
  • Einhebung der Brückenüberbauten im August 2012
  • Verlegung des Straßenverkehrs auf den Neubau Ende September 2012
  • Abriss der alten Brücke ab Oktober 2012
  • Neubau des zweiten Brückenteils im Jahre 2013
  • Ende 2013: Volle Inbetriebnahme der neuen Brücke, anschließend Abbau der Behelfsbrücke

 

Erlangen Pbf – 14.03.2012

Heute gab DB Netze bei einem Vororttermin den weiteren Bauablauf für Erlangen bekannt. Die wesentlichen Eckpunkte der derzeitigen Bauphase, die noch bis zum 30.06.2012 dauert, sind wie folgt:

  • Neubau Gleis 3 mit einer neuen Weiche im Nordkopf bis Ende Mai 2012
  • Neubau Bahnsteigkante Gleis 2/3 bis Ende Juni 2012
  • Neubau Gleis 2 mit zwei neuen Weichen im Nordkopf zwischen Mitte Mai und Ende Jun 2012
  • Totalsperrungen in den Nächten 6./7. und 13./14. Mai 2012
  • Eingleisiger Betrieb zwischen Eltersdorf und Baiersdorf auf dem Streckengleis Bamberg – Nürnberg vom 19. bis 30.06.2012

Anbei noch ein paar Aufnahmen von der Baugrube Gleis 2/3.

Sanierung der Bahnstromleitung Nürnberg – Ebensfeld

Im Jahre 2010 wurde der Ersatzneubau der Bahnstromleitung Nürnberg – Ebensfeld begonnen. Die Leitung wurde in den Jahren 1937 bis 1939 erbaut.

Der nördliche Abschnitt zwischen Eggolsheim und Ebensfeld ist nach erfolgter Erneuerung seit Herbst 2011 wieder in Betrieb, anschließend begannen die Arbeiten am Südabschnitt Nürnberg – Eggolsheim.

Beim Ersatzneubau werden Masten und Leiterseite durch komplett neues Material ersetzt. Da einige der Masten am selben Standort neu entstehen, gibt es teilweise abenteuerlich anmutende Bauzustände. In loser Folge werde ich in den nächsten Wochen darüber analog zur Bauabfolge berichten. Die in den Beiträgen verwendeten Aufnahmen stammen von den Masten 8089 bis 8108, sie stehen parallel zur Bahnstrecke 5900 (KBS 820) zwischen Bubenreuth und Kersbach.

Vorbereitungen

Bereits im letzen Jahr fanden an verschiedenen Stellen Rodungsarbeiten im Bereich der Trasse statt. Die eigentlichen Arbeiten im oben genannten Abschnitt begannen offensichtlich Mitte Januar 2012. An den Maststandorten, an denen der neue Mast neben dem alten entsteht, waren zunächst keine Aktivitäten zu verzeichnen. Anders an den Stellen, wo der Neubau am selben Ort entsteht: Das Baufeld muss frei gemacht werden, d.h. der alte Mast muss weg, er wird schlicht und einfach mit einem Autokran um 10 bis 15 Meter diagonal versetzt.

Damit der Mast beweglich gegenüber der hängen bleibenden Leiterseile wird, erfolgt an den Isolatoren die Montage von Rollen, in welche die Leiterseile eingelegt werden. Im oberen Bereich unterhalb der Ausleger werden Ankerseile befestigt, die den Mast später durch Befestigung an eigens zu diesem Zweck eingegrabenen Betonquadern stabilisieren. Oberhalb des Mastfundamentes erfolgt die Befestigung von L-Eisen, die eine Auflagefläche am Interimsstandort darstellen.

Hier einige Aufnahmen zu den Vorbereitenden Maßnahmen:

– Fortsetzung folgt –