Baiersdorf – Forchheim – 10.02.2018

In den letzten Wochen fanden nach einer recht ruhigen Phase im Dezember und Anfang Januar wieder verstärkt Bauarbeiten statt. Dabei wurde zwischen km 32,4 und km 36,0 der Unterbau samt Schutzschicht weitgehend fertiggestellt. Außerdem sind mit Ausnahme des Bahsteigbereiches im Bahnhof Forchheim nahezu alle Fahrleitungsmasten aufgestellt. Insbesondere zwischen Forchheim und Kersbach sind auch schon die Kabelkanäle aufgebaut worden.

An der Brücken über Wiesent und Augraben wird weiter gearbeitet, die Truppachbrücke erhält westlich einen neuen Abschluss. Außerdem sind einige alte Durchlässe durch neue in Betonfertigbauweise ersetzt worden. Im Bahnhof Forchheim wurde die alte Bahnsteigunterführung ausgegraben und verfüllt, nördlich der Bahnhofs entstehen auf er Westseite neue Stützmauern.

Während bei km 33,3 der Startpunkt des Einbaues des Schotteroberbaus in Richtung Norden erstellt wurde, erfolgte in der Kurve zwischen km 31,5 und 32,1 der Einbau der neuen Ostgleise.

Dombühl, 25.12.2017

In Dombühl fand am 18.12.2017 die feierliche Eröffnung der S-Bahn verlängerung nach Dombühl statt. Während dieser Veranstaltung wurde auch ein Zug der S-Bahn Nürnberg, der 442 229 auf den Namen „Dombühl“ getauft. Am 25.12.2017 war dieser Zug auch in Dombühl anzutreffen.

442 229 „Dombühl“ am 25.12.2017 in Dombühl

 

Dombühl, 12.12.2017

Am 10.12.2017 begann in Dombühl nun das S-Bahn Zeitalter. Bedient wird Dombühl von der S4 aus Nürnberg über Roßtal, Heilsbronn, Wicklesgreuth und Ansbach, bis auf weiteres allerdings nur im Zweistundentakt. Zusammen mit den Regeionalexpresszügen der Line Nürnberg – Stuttgart, welche ebenfalls im Zweistundentakt verkehrt, ergibt sich eine Stündliche Verbindung Von und nach Nürnberg. Für den Abschnitt Dombühl -Ansbach betrachtet liegt der Takt allerdings ehr bei 80-40 Minuten, betrachtet man die gesamte Strecke bis Nürnberg kommt man aufgrund der längeren Fahrzeit der S-Bahn gegenüber dem Regionalexpress näher an einen Stundentakt. Zusammen mit der Verlängerung der S-Bahn nach Dombühl wurde auch der Bahnhof Leutershausen-Wiedersbach im Personenverkehr Reaktiviert. Dieser wird ebenso wie Dombühl stündlich im Wechsel von RE und S-Bahn bedient.

08.12.2017: Eröffnungsfahrt München – Berlin

Heute fand die Eröffnungsfahrt der Schnellfahrstrecke Ebensfeld – Erfurt statt. Zu diesem Anlass fuhren zwei Sonderzüge von München nach Berlin.

Zug 1:
ICE 2580 (403 028) von München über Nürnberg (12:15), Erfurt, Leipzig, Lutherstadt-Wittenberg, Berlin Südkreuz nach Berlin Hbf.
In diesem Zug fuhr die Prominenz und ausgewählte Medienvertreter mit, die Bundeskanzlerin Angela Merkel stieg in Südkreuz zu.

Zug 2:
ICE 2581 (403 532 + 037) von München über Nürnberg (13:23), Erfurt und Halle nach Berlin.
Hier fuhren weitere Medienvertreter sowie die Gewinner der rund 300 verlosten Plätze mit.

Beide Züge fuhren leicht vor Plan um 16:11 parallel in Berlin Hbf ein. Anschließend fand eine Festveranstaltung in einem Festzelt am Washintonplatz statt. Um 19:16 fuhr ein Zug zurück nach München.

Die Hinfahrt klappte für beide Züge reibungslos und pünktlich. Auf der Rückfahrt (ICE 2583)  hatte der führende Triebwagen 403 537 ETCS-Probleme und erhielt zwischen Halle und Erfurt eine sowie zwischen Erfurt und Ebensfeld zwei Zwangsbremsungen aus hoher Geschwindigkeit. Der Zug traf mit 72 Minuten Verspätung um 23:26 in Nürnberg Hbf ein und fuhr anschließend weiter nach München. Nach Medienberichten kam es zu einer weiteren Störung auf der Schnellfahrstecke Nürnberg – Ingolstadt. Ankunft in München war dann um 1:22 – 127 Minuten später als geplant.

Hier ein paar Impressionen von der Veranstaltung:

07.12.2017: Auftaktfahrt von Coburg nach Nürnberg

Am Sonntag, den 10.12.2017 geht die Schnellfahrstrecke Unterleiterbach – Erfurt in Betrieb. Bevor morgen die offizielle Eröffnungsfahrt von Nürnberg nach Berlin statt findet, lud die DB heute zu einer Auftaktfahrt von Coburg nach Nürnberg mit Halt in Bamberg und Erlangen ein. Der Zug brachte Gäste und Pressevertreter aus den drei Städten zum Staatsempfang ins DB-Museum Nürnberg.

411 072 ff befuhr die Strecke als ICE 2585. Hier ein paar Impressionen:

Baiersdorf – 02.12.2017

Nördlich der Anschwenkung bei km 32,0 ist abschnittsweise der Unterbau im Entstehen und die Mastfundamente für die Fahrleitung werden erstellt. Zwischen km 32,4 (ehemaliger Bahnübergang) und km 32,7 ist eine Bohrpfahlmaschine zugange, um die Fundamentlöcher für die westliche Lärmschutzwand zu errichten.

Kersbach – 02.12.2017

Der Unterbau wird aufgebaut, einige der Durchlässe durch Ersatzneubauten ausgetauscht. Für die Fahrleitung sind die Fundamente der Masten im Bau. Für die westliche Kante des neuen  Mittelbahnsteiges sind die Kantensteine großteils gesetzt.

Forchheim – 02.12.2017

Ergänzend zum Beitrag vom 30.11.17 noch ein paar Perspektiven vom Bahnhof, die  damals nicht möglich waren. Ferner auch einige Eindrücke vom Streckenabschnitt bis zur Brücke Staatsstraße 2243. Dort wird am Unterbau und an den Mastfundamenten für die Fahrleitung gearbeitet. Bauschwerpunkte sind derzeit der Neubau der Wiesent- und Augrabenbrücke.

 

Forchheim – 29.11.2017

Die Verlegung von Gleis 4 ist abgeschlossen. Dazu wurde der Zugang zum Bahnsteig Gleis 4/5 um etwa 50 Meter nach Norden verlegt und durch eine Brücke über das neue Gleis realisiert. Neu aufgestellt wurde auch das südliche Ausfahrsignal aus Gleis 4.

Die westliche Bahnsteighälfte für Gleis 4 wurde fertiggestellt, nun fehlen noch die Pflasterarbeiten. Am Bahnsteig wurde das Bahnsteigdach errichtet, im Moment sind noch Restarbeiten bei der Elektrik im Gange.

Umbau in Dombühl für die Verlängerung der S4

Im Bahnhof Dombühl schob die DB vom 19. bis 23.6.17 die neue Fußgängerunterführung ein, die zuvor nördlich von Gleis 1 neben dem Empfangsgebäude gebaut worden war. Per Einschub auf einer Gleitbahn „schwebte“ das rund 23 Meter lange und 430 Tonnen schwere Bauteil in die richtige Position. Die Betriebsruhe wurde auch genutzt, um neue Weichen einzubauen und die südliche Hälfte des Bahnhofsbereichs „abzuräumen“.

Nur die Gleise 1 bis 3 blieben liegen, wobei das Gleis 3 für die Arbeiten am neuen Bahnsteig gesperrt wurde. Alle Züge nach Nürnberg (auch IC und Güterzüge) Richtung Ansbach mussten „auf Hp 2“ mit 40 km/h durch Gleis 1 schleichen. Da die Weichenbereiche in Dombühl etwa 1 km auseinander liegen, verlängerte sich die Fahrzeit um etwa 2 Minuten.

Mitte September waren die Arbeiten an Gleisen, Weichen und Signalen abgeschlossen und der Bahnsteig im Rohbau fertig. Die Züge nach Nürnberg konnten wieder durch Gleis 3 fahren. Die Arbeiter waren noch mit Treppen und Aufzügen zum Bahnsteigtunnel und der „Möblierung“ des Bahnsteigs beschäftigt. Es ist unwahrscheinlich, dass sie bis zur Eröffnung am 10.12.17 nicht fertig werden.

Nur noch die RE nach Stuttgart werden künftig am (nicht renovierten) „Hausbahnsteig“ neben Gleis 1 halten. Durch das bahnsteiglose Gleis 2 fahren (wie bisher) IC und Güterzüge Richtung Stuttgart. Am meisten Betrieb gibt es auf Gleis 3, dort fährt alles, was von Westen kommt: Die RE halten am neuen Bahnsteig, IC und Güterzüge fahren  durch.

Die S-Bahn aus Ansbach wird zweistündlich über eine neue Weichenverbindung nach Gleis 4 fahren und dort wenden. Nach 32 Minuten Standzeit geht es zurück nach Nürnberg. Da die Nebenbahn nach Dinkelsbühl (wie schon vor dem Umbau) nur eine Verbindung nach Gleis 4 hat, ist sie in dieser Zeit quasi „ausgesperrt“. Platz für ein weiteres Gleis ist vorhanden. Er wird aber nur genutzt, wenn definitiv die Reaktivierung des Personenverkehrs auf der Strecke nach Dinkelsbühl erfolgt.

Knapp 8 Millionen Euro hat die DB für Leutershausen-Wiedersbach und Dombühl verbaut. Unabhängig davon erwarb die Marktgemeide Dombühl das ziemlich heruntergekommene Empfangsgebäude. Sie will es 2018 renovieren und einen Dorfladen für die Nahversorgung mit Lebensmitteln darin einrichten.

(Text und Bilder von Jörg Schäfer. Vielen Dank.)